Alle Mittelamerika Strand

Cancún Can’t

Vor der Reise dachte ich:
„Amerikanische Gäste, amerikanisches Flair und amerikanischer Spaß am Strand.“

Nach der Reise denke ich:
„Amerikanische Gäste, amerikanisches Flair und amerikanischer Spaß im Pool.“


Titel und Einstieg verraten: begeistert bin ich nicht. Das hat aber natürlich überhaupt nichts mit dem Wetter, den Stränden und dem Meer zu tun – oh nein, am wenigsten hat es mit dem Meer zu tun!
Leider war schon die Ankunft „nun ja“. Man wird sofort abgefangen von zahlreichen Mini-Bus-Unternehmern und Taxifahrern, die einfach nicht locker lassen wollen. Wir dachten, wir hätten einen guten Deal gemacht und wie es dann eben so ist war das nicht nur Abzocke, sondern auch noch eine von einem beim driven drinkenden Fahrer.

Das „angequatscht werden“ zieht sich so durch den Tag und durch die Straßen. Ich brauche wirklich noch kein Souvenir, ich kenne noch nichts hier. Und ich weiß auch nicht, ob ich derartige Souvenirs jemals brauchen werde …

Zum Essen: Ich verspeise in Cancún mein erstes Ceviche. Kleingeschnittener roher Fisch verschiedener Sorten und/oder Garnelen, die in Limettensaft mariniert werden. Chemisch gesehen kommt es aufgrund der in den Limetten vorhandenen Säure zur Denaturierung des Eiweißes, was einen ähnlichen Effekt hat wie das Kochen. Alle Rezepte sind ein bisschen anders.
Bitte probiert sie doch alle.

Zum Sand: Das ist er also, dieser karibische Sand. Er ist (natürlich) strahlend weiß und (natürlich) kochend heiß.
Bitte sucht euch eine Palme, die Schatten spendet.

Zum Wasser: Karibischen Sand gibt’s nur am karibischen Meer und das enttäuscht uns nicht.
Bitte genießt es.

Ihr habt auch Platz genug vieles hier allein zu genießen. Der Strand ist fast Menschenleer. „Ist gerade vielleicht einfach nicht Saison?“ frage ich mich, drehe mich vom türkisblauen Wasser weg und schaue in Richtung der Hotels auf der Halbinsel. Ich stelle fest: alle Menschen sitzen in ihren Hotels in und am Pool; Drinks in der Hand.

Folgefragen drängen sich auf:

„Geht’s hier wirklich nur zum Spring Break ab?“ / „Ist das der Unterschied zwischen europäischen und US-amerikanischen Touristen?“ / „Bin ich einfach nur nicht reich genug?“ / „Bin ich komisch?“ / „Warum ist die Musik, die diese Touristen beschallt so unfassbar schlecht?“ / „Wie viele Woo-Girls passen auf ein Party-Boot?“ …

Was bleibt von Cancún  hängen?
Ich glaube, dass Jahre oder Jahrzehnte Springbreak-Tourismus nicht viel für die Stadt getan haben. Wirtschaftlich bestimmt, aber Flair (jegliches) ist etwas anderes, zumindest für mich. Dass Leute trotzdem in Scharen herkommen ist nachvollziehbar. Strand und Wasser können viel und hey, es gibt nun mal den einen Flughafen, der gut angebunden ist durch Direktflüge aus aller Welt und der auch uns hergebracht hat – auf die erste Etappe von vielen folgenden.

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